Finanzmärkte im Bitcoin-Rausch – Digitales Gold oder Zockerwährung?

US-Elektroautobauer Tesla investiert in großem Stil in die Kryptowährung Bitcoin. Der Kurs hat dadurch ein Rekordhoch erreicht. Fast 39.000 Euro ist ein Bitcoin Wert, die Preisbildung auf dem freien Markt überschlägt sich.

Dazu Prof. Richard Lyons, Finanzexperte an der University of California, Berkeley:

„Der Trend ist unaufhaltsam. Ich denke, dass nicht nur Bitcoins, sondern auch andere Kryptowährungen in den nächsten fünf Jahren zunehmend zu Währungen werden, um Transaktionen abzuwickeln. Der Trend ist klar, was den Preis für Bitcoins im letzten Jahr und und darüber hinaus angeht, auch was deren Preisschwankungen angeht. Meine Empfehlung an den einzelnen Investor, der für seinen Ruhestand oder etwas anderes spart ist klar: Tun sie es nicht“.

Der tatsächliche Verwendungszweck von Bitcoins hat sich in den letzten Jahren nicht verändert. Er wird immer noch größtenteils von denen genutzt, die dem Bankensystem misstrauen, auch von Kriminellen, die Geld waschen wollen.

Dazu Michael Venuto, Mitbegründer von Toroso Investments:

„Es geht darum zu wissen, dass Ihre Regierung Ihre Geldwerte nicht entwerten kann. Sie können dafür sorgen, dass ihr Dollar, ihr Yen, ihr Pfund oder Euro weniger Wert ist. Das ist der Wert der Kryptowährung.“

Im Zuge der anhaltenden Digitalisierung beginnen auch Zentralbanker und Regulierungsbehörden, insbesondere in China, mit der Ausgabe eigener digitaler Währungen für den alltäglichen Gebrauch. Das ist ein großer Bruch mit den konventionellen Abläufen der globalen Finanzwelt.

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